Ein Roboter zum Kuscheln

Wer an Roboter denkt, sieht mit Sicherheit erst einmal eine Maschine. Für den Einsatz im Haushalt und im direkten Umfeld arbeiten Forscher aber schon lange an „humanoiden“ Gestalten, die im sich in das gewohnte soziel Umfeld integrieren. Denn für eine Akzeptanz reicht eine pure Funktionalität nicht aus.

Der Uhrenhersteller Casio hat sich in die Welt der Technologie und des Designs gewagt und bringt ein ganz besonderes Produkt auf den Markt: Moflin, ein Roboter-Haustier, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz auf seine Umgebung reagiert.

Mit speziellen Tönen und Bewegungen soll Moflin eine emotionale Verbindung zu seinen Besitzern aufbauen und dabei helfen, die geistige Gesundheit zu fördern.

Bildquelle: Vanguard Industries


So lächerlich, das vielleicht dem einen oder anderen erscheinen mag, diese Neuheit kann für viele Menschen durchaus hilfreich sein. Gerade für Menschen die unter Vereinsamung leiden, keine oder kaum noch soziale Kontakte haben, kann eine solches „Haustier“ eine gute Lösung sein, vor allem, da es im Gegensatz zu einem echten Haustier keine wirkliche Pflege bzw. Versorgung benötigt, die viele Menschen aus den verschiedensten Gründen oftmals nicht gewährleiten können.

Moflin erinnert in seinem Design an einen kleinen Hamster oder die beliebten Tribbles aus Star Trek. Ursprünglich wurde dieser flauschige Roboter vom japanischen Start-up Vanguard Industries entwickelt, doch nun übernimmt Casio die Produktion und den Vertrieb. Moflin ist kein gewöhnliches Spielzeug, das einem hinterherläuft; vielmehr handelt es sich um ein intelligentes Kuscheltier, das sich bewegt und den Eindruck vermittelt, mit seinem Halter zu kuscheln.

Eine der spannendsten Eigenschaften von Moflin ist seine Fähigkeit, Personen zu erkennen und auf sie zu reagieren. Der Roboter kann die Stimme seiner Besitzer identifizieren und darauf mit einzigartigen, individuell zugeschnittenen Geräuschen und Bewegungen antworten. Diese Interaktivität soll eine tiefere Verbindung zwischen Mensch und Roboter schaffen. Casio betont, dass Moflin durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Lage ist, eigene Gefühle und eine Persönlichkeit zu simulieren.

Moflin ist nicht nur ein Spielgefährte, sondern auch ein emotionaler Begleiter. Wenn man regelmäßig mit ihm interagiert, zeigt er sich ruhig und zufrieden. Vernachlässigt man ihn jedoch, kann er Stress entwickeln und traurig werden. Der aktuelle Zustand des Roboters kann über eine begleitende App verfolgt werden, die den Nutzern Einblicke in die emotionale Verfassung ihres Haustiers gibt.

Ein weiteres interessantes Detail ist die Art und Weise, wie Moflin aufgeladen wird. Anstatt eines herkömmlichen Kabels wird er in ein kleines Bett gelegt, was den Eindruck erweckt, dass das Haustier schläft. Eine Akkuladung hält etwa fünf Stunden, während das Laden rund 3,5 Stunden in Anspruch nimmt.

Moflin ist in zwei ansprechenden Farben – Silbergrau und Goldbraun – erhältlich. Derzeit kann das Roboter-Haustier jedoch nur im japanischen Casio-Store vorbestellt werden, und eine Lieferung ins Ausland wird momentan nicht angeboten. Der Preis für Moflin liegt bei 59.400 Yen, was etwa 364 Euro entspricht. Die Auslieferung soll ab dem 7. November erfolgen.

App gegen Höhenangst

Forscher der Universität Basel haben mit Easyheights eine Virtual Reality App entwickelt, mit deren Hilfe Höhenangst bekämpft werden kann. Die Therapie kann mit Hilfe der einzigartigen App und einer üblichen VR-Brille direkt am Smartphone bequem Zuhause  durchgeführt werden.

Apps werden mittlerweile nicht mehr nur zur reinen Unterhaltung genutzt. Inzwischen haben sie sich auch als nützliche Helfer, bei realen Probleme von Menschen etabliert. Inzwischen gibt es für beinahe jedes Problem eine App, von der Messung des Sicherheitsabstands während der Pandemie, Bezahl-Apps oder einer App mit der Menschen mit den Augen zu kommunizieren können.

Besonders die Virtual Reality Technologie bietet für die nächsten Jahren ein erhebliches Potenzial, ist doch die Informationsaufnahme über das Sehen eine der Hauptquellen menschlicher Interaktion mit der Umwelt.. VR-Brillen sind in den letzten Jahren dank der Spieleindustrie zur preiswerten Massenware geworden und werden besonders für Spiele immer beliebter. Dass diese Technologie auch anders genutzt werden kann, beweist die Universität Basel mit dieser App,

Easyheights nutzt VR-Brille für die Höhenangst-Therapie

Weltweit leiden ca. fünf Prozent aller Menschen unter starker Höhenangst, was sowohl zu persönlichen als auch zu beruflichen Einschränkungen führt

Per Smartphone und VR-Brille Höhenkrankheit via Konfrontationstherapie bekämpfen.

Eine sogenannte Konfrontationstherapie ist oftmals schwierig, da man sich dafür regelmäßig in eine entsprechende Höhe begeben muss, wodurch sich auch gefährliche Situationen ergebene können.

Die Forscher um Professor Dominique de Quervain von der Uni Basel haben mit Easyheights eine Virtual Reality App entwickelt, mit der man die Höhenkrankheit direkt Zuhause bekämpfen kann.

Die App setzt dabei auf 360 Grad Bilder, die mit einer Drohne aufgenommen wurden. Der Nutzer steigt dazu auf eine virtuelle Plattform, die sich gefühlt auf einer Höhe von einem Meter befindet und steigert sich dann Schritt für Schritt.

Höhenangst sinkt bereits nach wenigen Stunden Therapie

Die Wissenschaftler haben die App bereits  erfolgreich getestet und haben dazu eine Gruppe ohne  Training  mit einer Gruppe verglichen, die vier Stunden Easyheights-Training absolviert hatte. Vor und nach dem Training mussten die Probanden einen Aussichtsturm in Zürich besteigen. Es zeigte sich, dass die Probanden, die mit der VR-App trainiert hatten deutlich größere Fortschritte bei der Besteigung des Turms verzeichnen konnten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die VR-Therapie schon nach wenigen Stunden erste Erfolge vorweisen kann und diese vergleichbar mit bei einer echten Konfrontationstherapie sind. Die App soll in Kürze kostenlos in den App-Stores verfügbar sein, so das sich Menschen mit Höhenangst selbst therapieren können. Einzigst die Anschaffung einer VR-Brille ist noch nötig. Und Ausdauer und regelmäßges Training natürlich

Nur bei  Menschen mit extrem ausgeprägter Höhenangst wird dann noch die Unterstützung durch Experten nötig sein..

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